[Kolumne] Der Moment, in dem Zufälligkeit und Stille die Malerei veränderten: Die Tiefen von Richter und der Musik

Column de Art Experimental Music
[Kolumne] Der Moment, in dem Zufälligkeit und Stille die Malerei veränderten: Die Tiefen von Richter und der Musik

Wenn Stille und Zufall auf den Bildschirm kommen

Text: mmr|Thema: Der Einfluss musikalischer Vorstellungen von Zufälligkeit und Stille auf die Schichtstruktur und Wahrnehmung von Gemälden

Gemälde werden durch „auditives Denken“ verändert

In der Nachkriegskunst war die Malerei nicht nur ein visuelles Medium, sondern verwandelte sich in einen Ort, der Zeit, Zufall und den Prozess der Wahrnehmung selbst umfasste. Hinter diesen Veränderungen strömen die Ideen der Musik, insbesondere der experimentellen Musik, leise in die Welt.

Typische Beispiele an dieser Schnittstelle sind der deutsche Maler Gerhard Richter, der Musiker John Cage und Morton Feldman.

Sie haben nicht mehr viel direkte Zusammenarbeit übrig. Ihr gemeinsames Bewusstsein für Themen – „Kontrolle aufgeben“, „Zufall einführen“ und „die Bedeutung von Stille“ – findet jedoch großen Widerhall in der Bild- und Tonkunst.

Besonders wichtig ist, dass sich Musik von einer „Struktur“ zu einem „Zustand“ gewandelt hat. Mit anderen Worten: Komponieren ist nicht länger ein Akt des Aufbaus von Ordnung, sondern ist zu einem Akt der Anordnung von Phänomenen und der Gestaltung von Wegen zur Öffnung der Wahrnehmung geworden.

Diese Veränderung korrespondiert perfekt mit der Schichtstruktur in Richters Gemälden und der zufälligen Entstehung von Spuren durch den Rakel.

So wie sich die Musik in der Zeit öffnet, beginnt auch die Malerei, in ihren Schichten Zeit zu haben.


John Cage: Die Methode des Zufalls

Die Entscheidung, die Kontrolle loszulassen

Der Kern der Philosophie von John Cage bestand darin, die Absichten des Komponisten bis zum Äußersten zu eliminieren. Anstatt „den Klang zu dominieren“, wollte er „die Situation zulassen, in der Klang existiert“.

Ein typisches Beispiel sind 4 Minuten 33 Sekunden. In diesem Werk machen die Darsteller keine Geräusche und die Umgebungsgeräusche werden zum Werk selbst.

Diese Idee hat folgenden Aufbau:

*Musik ist kein „gespielter Ton“, sondern ein „gehörtes Phänomen“

  • Zufälligkeit ist eine Komponente, kein Rauschen
  • Der Künstler ist nicht Gegenstand der Produktion, sondern Vermittler.

In seinen Kompositionen führte Cage Zufallsprozesse wie das I Ging ein, um absichtliche Strukturen aufzulösen.

Diese Idee hat auch einen starken Einfluss auf die Malerei. Richters Aktionen, Fotografien zu verwischen und Farbe mit einem Rakel zu dehnen, ähneln denen von Cage darin, dass sie die Grenze zwischen Absicht und Zufall verwischen.

Der wichtige Punkt hierbei ist, dass „Zufall“ nicht einfach zufällig ist. Es handelt sich um einen hochentwickelten Rahmen zur Akzeptanz unkontrollierbarer Faktoren.

Zufall ist keine Unordnung, sondern „Struktur außerhalb der Absicht“


Morton Feldman: Ästhetik der Stille und Beharrlichkeit

Was passiert an Orten, an denen der Ton bald verschwindet?

Die Musik von Morton Feldman zeichnet sich durch extrem niedrige Lautstärken, lange Dauern und mehrdeutige Strukturen aus.

Seine Werke erstrecken sich oft über mehrere Stunden und die Klangveränderungen erfolgen so allmählich, dass sie kaum wahrnehmbar sind. Allerdings wird das Gehör für winzige Unterschiede empfindlich und das Zeitgefühl selbst verändert sich.

Feldman war eng mit Malern verbunden, insbesondere mit Künstlern des abstrakten Expressionismus. Unter ihnen ist seine Beziehung zu Mark Rothko berühmt und seine Musik wird oft als malerischer Raum bezeichnet.

Feldman-Funktionen:

  • Vermeiden klarer Rhythmen und Strukturen
  • Eine Reihe winziger Änderungen
  • Ein Zustand nahe „fast still“

Diese sind den überlappenden Schichten in Richters abstrakten Gemälden sehr ähnlich.

Bei Richter wird Farbe immer wieder aufgetragen, abgekratzt und geschichtet. Dadurch bleiben im endgültigen Gemälde schwache Spuren der Vergangenheit zurück, die die Anhäufung von Zeit visualisieren.

Dies ist die gleiche Art von „Beharrlichkeit“ und „Erinnerungsnachhall“ in Feldmans Musik.

Stille ist keine Leerstelle, sondern ein Zustand geschärfter Wahrnehmung.


Gerhard Richter: Die Struktur der musikalischen Malerei

Zeit als Schicht

Gerhard Richters Werk oszilliert zwischen figurativen Arbeiten, die auf den ersten Blick wie Fotografien wirken, und stark abstrakten Arbeiten.

Dem liegt jedoch eine konsistente Methodik zugrunde. Es geht um die „Unsicherheit des Sehens“.

Sein kreativer Prozess:

  1. Zeichnen Sie anhand eines Fotos
  2. Verschleiern Sie Informationen, indem Sie sie verwischen
  3. Dehnen Sie die Schichten mit einem Rakel in Abstraktion
  4. Spuren der darunter liegenden Schichten werden freigelegt.

Dieser Vorgang entspricht folgender Struktur in der Musik:

  • Rauschen und Signalverschleierung
  • Zeitakkumulation nach Schichten
  • Eine Mischung aus Absicht und Zufall

Besonders wichtig ist die Rakeltechnik. Durch das Ziehen der Farbe erfährt der Bildschirm unvorhersehbare Veränderungen. Diese „unkontrollierbare Operation“ umfasst sowohl Cage-ähnliche Kontingenz als auch Feldman-ähnliche Beharrlichkeit.

Gemälde sind keine fertigen Bilder, sondern Spuren eines Prozesses.


Gemeinsame Struktur zwischen Musik und Malerei

Ebenen/Zeit/Wahrnehmung

Die folgenden drei Konzepte sind allen drei gemeinsam:

1. Schicht

  • Sound: Überlappende Akustik
  • Lackierung: Schichtlackierung

2. Zeit

  • Musik: Beständigkeit und Veränderung
  • Gemälde: Spuren des Produktionsprozesses

3. Wahrnehmung

  • Hören: Konzentration auf kleinste Unterschiede
  • Vision: Wahrnehmung in Mehrdeutigkeit

Diese können wie unten dargestellt grafisch dargestellt werden.

graph TD A[偶然性] --> B[構造の解体] B --> C[レイヤーの生成] C --> D[時間の可視化] D --> E[知覚の変容]

Dieser Trend ist nicht nur eine Technik der Kunst oder Musik, sondern ein Versuch, die Natur der Erfahrung neu zu definieren.

Die Kunst hat sich vom Objekt zum Wahrnehmungsprozess selbst bewegt.


Die Rolle des Tons am Produktionsstandort

Musik, die tatsächlich abgespielt wurde

Obwohl es angesichts seines historischen Hintergrunds und seiner Freundschaften nur begrenzte Beweise dafür gibt, dass Richter selbst immer bestimmte Musik gespielt hat, ist es sehr wahrscheinlich, dass die folgenden Arten von Musik in seinem Produktionsumfeld vorhanden waren:

  • Avantgarde-Musik (Cage, Feldman)
  • Minimale Musik
  • Atonale/experimentelle Musik

Diese Musik hat keine Rhythmen oder Melodien, die die Konzentration fördern. Stattdessen fügt es sich als Teil der Umgebung in den Raum ein.

Was bei der Produktion wichtig ist, ist „Klang, der nicht ablenkt“. Wie bei Feldmans Musik beeinträchtigen Klänge, die vorhanden, aber nicht durchsetzungsfähig sind, das visuelle Denken nicht.

Darüber hinaus verwandelt Cages Akzeptanz von Umgebungsgeräuschen das Studio selbst in einen Teil der Entstehung des Werks.

Ton ist kein Hintergrund, sondern ein Element, das die Produktionsumgebung selbst ausmacht.


Chronologie: Sich überschneidende Gedankenströme

timeline 1950 : John Cage 偶然性の導入 1952 : 4分33秒 初演 1960 : Morton Feldman 静寂と持続の作品群 1962 : Gerhard Richter 制作開始 1970 : 抽象絵画への移行 1980 : スクイージー技法の発展 2000 : 大規模抽象作品の展開

Meisterwerk: Verkörperung von Zufälligkeit, Stille und Schichten

John Cage《4 Minuten 33 Sekunden》 (1952)

Dieses Werk gilt als extremer Wendepunkt in der Musikgeschichte.

Der Interpret sitzt am Klavier, macht aber keine Töne. Stattdessen erscheinen das Atmen des Publikums, das Knarren der Stühle und die Geräusche der äußeren Umgebung als „Werke“.

Der entscheidende Punkt des Käfigs ist nicht „Stille“, sondern „das Manifestieren von Umgebungsgeräuschen“.

Die in dieser Arbeit dargestellte Struktur ist wie folgt:

  • Komposition = kein Sounddesign
  • Leerzeichen = Musikinstrument
  • Zufall = Komponente

Diese Idee ist eng mit dem „kontrollierten Zusammenbruch“ in Richters späteren Gemälden verbunden.

Es ist nicht so, dass es keinen Ton gibt, es ist nur so, dass der bereits vorhandene Ton gehört wird.


Morton Feldman《Rothko Chapel》 (1971)

Dieses Werk wurde für den Kapellenraum des Malers Mark Rothko geschrieben.

Die Musik ist äußerst ruhig, fragmentiert und nachhaltig. Es gibt fast keine klare Melodie oder Entwicklung.

Die folgenden drei Funktionen:

  • Der Ton erscheint extrem langsam
  • Intervalle zwischen Noten fungieren als Leerzeichen
  • Der Raum selbst wird zur Musik

Feldman beschäftigt sich eher mit der „Qualität der Zeit“ als mit der „Struktur des Klangs“.

In dieser Arbeit steht der Klang nicht im Vordergrund oder Hintergrund, sondern existiert als „Teilchen der Wahrnehmung“.

Dies ähnelt den überlappenden Schichten in Richters abstrakten Gemälden.

Der Ton schreitet nicht voran. einfach dort bleiben


Gerhard Richter《Abstrakte Malerei》 (Serie aus den 1980er Jahren)

Richters abstrakte Arbeiten entstehen durch das Aufziehen von Farbe mit einem Rakel (einem großen spachtelähnlichen Werkzeug).

Dieser Vorgang verursacht die folgenden Symptome:

  • Die darunter liegenden Farben sind teilweise sichtbar
  • Absichtliche Form kollabiert
  • Versehentliche Ebenen wurden behoben

Besonders wichtig ist, dass es eher ein Akt des „Verursachens“ als des „Zeichnens“ ist.

Musikalisch gesehen ähnelt dieser Prozess eher dem „Einrichten einer generativen Umgebung“ als einer Improvisation oder Komposition.

Richters Arbeiten sind keine fertigen Zeichnungen, sondern existieren als Spuren der Zeit.

Ein Gemälde ist kein Bild, sondern eine Oberfläche, auf der sich Zeit angesammelt hat.


Visuelles Strukturvergleichsdiagramm

Unten finden Sie ein Hilfsdiagramm, das die strukturelle Beziehung zwischen den drei zeigt.

graph TD A[John Cage] --> A1[偶然性] A1 --> A2[環境音の顕在化] B[Morton Feldman] --> B1[静寂] B1 --> B2[時間の希薄化] C[Gerhard Richter] --> C1[レイヤー構造] C1 --> C2[視覚的偶然] A2 --> D[知覚の再構築] B2 --> D C2 --> D D --> E[芸術=経験の場へ移行]

Ergänzung: Gemeinsamer Nenner: Produktionsfläche

Allen dreien ist gemeinsam, dass sie sich mit den „Bedingungen, unter denen ein Werk entsteht“, und nicht mit dem „Werk selbst“ befassen.

  • Käfig: Die Umgebung, in der Klang erzeugt wird
  • Feldman: Eine Umgebung, in der die Zeit zusammenbricht
  • Richter: Eine Umgebung, die das Sehen instabil macht

Mit anderen Worten: Anstatt Kunstwerke zu schaffen, entwerfen sie „Geräte, die die Wahrnehmung verändern“.

Unter diesem Gesichtspunkt verschwindet die Grenze zwischen Musik und Malerei, und beide gehören demselben Problemsystem an.

In der Kunst geht es nicht darum, etwas darzustellen, sondern darum, die Regeln der Wahrnehmung neu zu schreiben.


Der „Anekdoten-/Legendenteil“ kann zu vorhandenen Spalten hinzugefügt oder erweitert werden, ohne den Fluss zu unterbrechen. Unter Erhöhung der Gesamtdichte werden nur Episoden ausgewählt, die sich anhand von Fakten erzählen lassen.


Anekdoten und Praktiken rund um Zufall und Stille

John Cage: Der Moment, als ich Stille hörte

Das bekannteste Ereignis, das John Cages Denken bestimmte, war sein Erlebnis in einem schalltoten Raum an der Harvard University.

Als er den Raum betrat, herrschte völlige Stille, aber er sagte, er habe am Ende zwei Geräusche gehört. Das eine ist ein hoher Ton, das andere ein tiefer Ton. Es waren die Geräusche ihres eigenen Nervensystems bzw. Blutflusses.

Diese Erfahrung führte ihn zu dem Schluss, dass „völlige Stille nicht existiert“.

Diese Anekdote ist nicht nur eine Anekdote, sondern dient als ideologische Grundlage für 4 Minuten und 33 Sekunden. Mit anderen Worten: Dieses Werk hat den Klang nicht „eliminiert“, sondern „den allgegenwärtigen Klang freigelegt“.

Cage ist auch für seine Betonung des Zufalls in seinem täglichen Leben bekannt. Er verwendete das I Ging nicht nur in seinen Kompositionen, sondern auch in den Inhalten seiner Vorträge und der Struktur seiner Texte und vermied weiterhin eine absichtliche Bedeutungserzeugung.

Für ihn war Kunst nicht Ausdruck, sondern „Annahme von Phänomenen“.

Zufall ist die Art und Weise, wie Menschen die Ordnung wahrnehmen, die die Welt bereits hat.


Morton Feldman: Musik, bei der die Zeit zusammenbricht

Morton Feldman ist ein Komponist, der den Umgang mit „Zeit“ in der Musik grundlegend verändert hat.

Was an seinen Anekdoten am symbolträchtigsten ist, ist seine Haltung gegenüber extrem langen Werken. Obwohl einige seiner späteren Werke mehr als fünf Stunden lang sind, hielt er sie nicht für „lang“.

Seiner Meinung nach ist das Problem nicht die Länge, sondern „die Art und Weise, wie wir Zeit wahrnehmen“.

Feldman verwendete weiterhin dasselbe Muster mit geringfügigen Abweichungen, um Wiederholungen zu vermeiden. Die Folge ist, dass die Musik nicht weiterkommt und ins Stocken gerät.

Auch an seine Darsteller stellte er hohe Ansprüche. Es ist notwendig, über einen längeren Zeitraum eine extrem niedrige Lautstärke beizubehalten, und das Spielen ist eher eine Frage der anhaltenden Konzentration als der Technik.

Sein Werk „Streichquartett II“ dauert etwa sechs Stunden, und es ist bekannt, dass viele Zuschauer mittendrin ihre Plätze verlassen. Allerdings ist das Erlebnis selbst Teil der Arbeit.

Noch wichtiger ist, dass Feldman stark von der bildenden Kunst beeinflusst wurde. Insbesondere hatte er intensive Interaktionen mit Malern des abstrakten Expressionismus, und daraus entstand die Idee, Musik als „Raum“ zu betrachten.

Musik entfaltet sich nicht in der Zeit, sie existiert in der Zeit.


Gerhard Richter: Zwischen Kontrolle und Zerstörung

Im Werk von Gerhard Richter herrscht ein ständiges Spannungsverhältnis zwischen Zufall und Kontrolle.

Seine Arbeit im Studio wird oft aufgezeichnet, aber besonders beeindruckend ist der Mut, ein Werk zu zerstören, das kurz vor der Fertigstellung steht.

Mit einem Rakel werden die Farbschichten ausgebreitet und die unteren Schichten freigelegt. Dadurch kann eine Komposition, deren Aufbau mehrere Stunden gedauert hat, augenblicklich zusammenbrechen.

Diese „Zerstörung“ ist jedoch kein Misserfolg. Vielmehr ist es ein Mittel, eine Struktur hervorzubringen, die über die Absicht hinausgeht.

Richter selbst hat immer wieder gesagt: „Ein gutes Gemälde kann man nicht planen.“

Er ist auch für seine Technik des Verwischens von Fotos bekannt. Dies ist nicht nur ein Stil, sondern ein Versuch, die „Unsicherheit der Erinnerung“ zu visualisieren.

Das Foto, das klar sein sollte, wird mehrdeutig und der Betrachter wird in einen Zustand versetzt, in dem er versucht, „zu sehen“.

Dieser Prozess ähnelt Feldmans subtilen Veränderungen in der Musik und Cages Manifestation von Umgebungsgeräuschen.

Erst wenn Sie die Kontrolle loslassen, beginnt sich die Arbeit selbstständig zu bewegen.


Legendäre Momente, die sich überschneiden

Cage trifft Feldman

John Cage und Feldman lernten sich 1950 bei einem Konzert im New York Philharmonic kennen.

An dem Abend, an dem Weberns Werk aufgeführt wurde, war die Reaktion des Publikums gemischt und der Veranstaltungsort war in Aufruhr.

Nach dem Auftritt saßen die beiden zufällig nebeneinander und begannen, nicht über Musik, sondern über das Wesen der Musik zu reden, und verstanden sich sofort.

Diese Begegnung bestimmte die zukünftige Richtung der amerikanischen Experimentalmusik.

Obwohl beide versuchten, sich von der „Struktur“ zu befreien, waren ihre Methoden gegensätzlich:

  • Käfig: Abriss durch Zufall
  • Feldman: Verwässerung durch Schweigen

Diese beiden Ansätze enden am selben Punkt – einer Transformation der Wahrnehmung.

Auch wenn die Methoden unterschiedlich waren, strebten wir den gleichen Horizont an.


Die Distanz zwischen Richter und musikalischem Denken

Richter ist kein Musiker. Seine Produktion weist jedoch eine klare „musikalische Struktur“ auf.

Es handelt sich nicht um Rhythmen oder Melodien, sondern um abstrakte Elemente wie:

  • Ebene = Harmonie
  • Rakel = Lärm
  • Unschärfe = Dämpfung

Obwohl es sich hierbei nicht um direkte Anwendungen der Musiktheorie handelt, finden sie doch starke Resonanz beim auditiven Denken.

Darüber hinaus existieren in seinen Werken „angehaltene Zeit“ und „fließende Zeit“ gleichzeitig. Dies kann als Visualisierung von Feldmans Dauer und der Zeitlichkeit von Cages Umgebungsgeräuschen betrachtet werden.

Das Gemälde steht still, aber die Zeit bewegt sich darin weiter.


Erweitertes Strukturdiagramm

graph TD A[偶然性] --> B[制御の放棄] B --> C[生成プロセス] C --> D[レイヤー形成] D --> E[時間の蓄積] E --> F[知覚の変容] G[静寂] --> H[音の希薄化] H --> E I[視覚の曖昧化] --> D

Was die Legende zeigt

Diese Anekdoten und Produktionspraktiken sind mehr als nur interessante Geschichten. Jedes stellt einen entscheidenden Wendepunkt dar, der das Wesen der Kunst verändern wird.

Cage dekonstruierte die „Präsenz von Klang“, Feldman das „Zeitgefühl“ und Richter die „Gewissheit des Sehens“.

Das Ergebnis ist kein Kunstwerk, sondern ein „Erlebnisort“.

Zuschauen und Zuhören werden Teil der Arbeit selbst.

Diese Struktur setzt sich in der aktuellen Klangkunst, Installationen und sogar im digitalen Ausdruck fort.

Kunst ist kein fertiges Objekt, sondern ein Prozess, der sich als Erlebnis immer weiter öffnet.


Fazit: Die Grenze zwischen Sehen und Hören

John Cage, Morton Feldman und Gerhard Richter. Obwohl diese drei Forscher unterschiedlichen Fachgebieten angehörten, arbeiteten sie alle an der gemeinsamen Herausforderung, die „Wahrnehmung neu zu gestalten“.

Musik bewegt sich in Richtung Stille und Malerei in Richtung Mehrdeutigkeit. Infolgedessen sind beide zu Medien geworden, die eher „Erfahrungen“ als „Bedeutungen“ präsentieren.

Wichtig ist, dass dieser Wandel noch andauert. Auch in der zeitgenössischen Klangkunst und Datenkunst bleiben Zufall und Schichtstruktur zentrale Konzepte.

In der Kunst geht es nicht mehr darum, was sie darstellt, sondern darum, wie sie wahrgenommen wird.


Monumental Movement Records

Monumental Movement Records