[Kolumne] Experimenteller elektronischer Pop / Art Pop

Column de Art Electronic Experimental Pops
[Kolumne] Experimenteller elektronischer Pop / Art Pop

1. Neuordnung der Genrekonzepte

Text: mmr|Thema: Über die Entstehung und Entwicklung des experimentellen elektronischen Pop/Art-Pop

Experimenteller elektronischer Pop/Art Pop ist ein Musikfeld, das durch die Einführung elektronischer Akustiktechnologie, experimenteller Kompositionsmethoden und zeitgenössischen künstlerischen Denkens unter Beibehaltung des Formats der Popmusik etabliert wurde. Das Genre wird tendenziell eher durch Produktionseinstellungen und strukturelle Ausrichtung definiert als durch einen gemeinsamen klaren Musikstil.

Der Begriff Art Pop wurde als Oberbegriff verwendet, um die Schnittstelle von Popmusik mit Kunst und Denken zu bezeichnen. Andererseits bezieht sich Experimental Electronic Pop oft auf die Praxis des strukturellen Experimentierens im Rahmen von Pop, mit einem Schwerpunkt auf elektronischer Akustik. Die beiden haben sich überlappend entwickelt und werden seit den 2010er Jahren zunehmend als nahezu dasselbe Ausdrucksfeld erkannt.


2. Historische Beziehung zwischen Popmusik und Experimentieren

Obwohl Popmusik auf der Prämisse der Massenverbreitung und des unmittelbaren Verständnisses etabliert wurde, wurden in sie immer experimentelle Elemente eingeführt. Seit den 1960er Jahren wird mit der Weiterentwicklung der Studiotechnologie das Aufnehmen selbst als kreativer Akt anerkannt. Zur Erweiterung der Songstruktur wurden Bandmanipulation, Rückwärtswiedergabe und künstlicher Nachhall eingesetzt.

In den 1970er Jahren wurden Synthesizer populär und elektronische Klänge etablierten sich im Pop-Vokabular. Elektronische Klänge fungierten in dieser Zeit als futuristische Bilder und Symbole der Künstlichkeit, Musik und visuelle Darstellung waren eng miteinander verbunden.


3. Entwicklung der elektroakustischen Technologie und Veränderungen in der Kompositionsstruktur

Fortschritte in der elektroakustischen Technologie haben die hierarchische Struktur der Musikproduktion verändert. Der traditionelle Schritt-für-Schritt-Prozess des Komponierens, Aufführens und Aufnehmens ist in eine DAW-Umgebung integriert, sodass Komponisten das gesamte Klangerlebnis direkt manipulieren können.

Diese Änderung führte zu folgenden Strukturmerkmalen.

  • Unfixierte Tonhöhe und Rhythmus
  • Struktur basierend auf akustischen Einheiten statt Phraseneinheiten
  • Einbeziehung von Eventualitäten und Fehlern

Der experimentelle elektronische Pop/Art Pop nutzt diese Eigenschaften aktiv aus.


4. Untrennbare Beziehung zu visuellen Medien

Musikalische Werke sind seit den 2010er-Jahren fast zwangsläufig mit Bildern verknüpft. Musikvideos, Live-Videos und Kurzvideos für soziale Medien haben die Struktur der Musikrezeption verändert.

Im Kontext des Art Pop ist das Video nicht als Ergänzung zum Song konzipiert, sondern als gleichwertiger Bestandteil. Ton und Video werden gleichzeitig konzipiert, und das Werk weist eine Struktur auf, bei der keiner allein das Werk fertigstellen kann.


5. Körperlicher Ausdruck und Popmusik

In der Popmusik wird der Körper seit langem als visuelles Element behandelt, doch im Art Pop wird der Körper selbst in den Mittelpunkt des Konzepts gestellt. Haltung, Bewegung, Atmung und Blick sind genauso strukturiert wie Geräusche.

Tanz und Performance sind nicht nur Performances, sondern dienen als Mittel zur Visualisierung der musikalischen Zeit.


6. FKA Zweige Aktivitätshintergrund

FKA Twigs ist ein Künstler aus Großbritannien, der sich mit Musikproduktion, Tanz und visuellem Ausdruck beschäftigt. Ihre Werke haben eine integrierte Struktur, in der sich Lieder, Videos und Live-Auftritte ergänzen.

Seit seinen frühen Werken stellt er konsequent den eigenen Körper in den Mittelpunkt seines Ausdrucks und zeichnet sich dadurch aus, dass er Stimme und Bewegung auf einer Ebene behandelt.


7. FKA Zweige Sounddesign

In der Musik von FKA Twigs wird die Stimme als Hauptkomponente behandelt. Es wird nicht nur wegen seiner melodischen Rolle verarbeitet, sondern auch als Material, das Textur, Atmosphäre und Distanz zum Ausdruck bringt.

  • Klare Platzierung der Atemgeräusche
  • Extrem nahe Mikrofonierung
  • Visualisierung der Bearbeitung inklusive Steigungskorrektur

Dies sind Methoden, um die Stimme als physische Präsenz darzustellen.


8. Rhythmus und Raum in FKA-Zweigen

Der Rhythmus besteht oft aus intermittierenden Arrangements und folgt nicht einem festen Takt. Beats werden weggelassen und Stille spielt eine wichtige Rolle.

Aufgrund dieser Struktur wird Musik als räumliches Arrangement und nicht als lineare Zeit wahrgenommen.


9. FKA verzweigt den visuellen Ausdruck

Die Videoarbeiten zeigen Nahaufnahmen des Körpers, kontrollierte Beleuchtung und begrenzte Farben. Die Kamera nimmt den Körper häufig aus der Nähe auf, anstatt ihn aus objektiver Sicht zu betrachten.

Die Bewegungen sind mit starker Langsamkeit und Geschwindigkeit strukturiert und entsprechen streng den Veränderungen im Klang.


10. Hintergrund der Aktivitäten von Arca

Arca ist eine venezolanische Künstlerin, die als Produzentin, Komponistin und Performerin arbeitet. Ihre Arbeiten haben eine Struktur, die extreme Manipulation von Elektroakustik und physischem Ausdruck integriert.

Während er zunächst Musik für andere Künstler lieferte, entwickelte er in seinen eigenen Werken radikalere Klangstrukturen.


11. Arca-Akustikstruktur

In Arcas Liedern bleibt die Klangfarbe nicht stabil. Es kommt ständig zu Zerrungen, Rissen und plötzlichen Verformungen.

  • Extreme Bassmodulation
  • Einfügen von hochfrequentem Rauschen
  • Schnelles Umschalten von Lautstärkeänderungen

Diese werden verwendet, um die musikalische Kontinuität absichtlich zu stören.


12. Arca-Rhythmusverarbeitung

Der Rhythmus wird eher als physischer Schock dargestellt, als dass er als Takt funktioniert. Die Beats werden an unvorhersehbaren Positionen platziert, wodurch die Stabilität des Grooves beeinträchtigt wird.

Dies versetzt den Zuhörer in einen Zustand körperlicher Anspannung.


13. Arcas Bild und Körper

In Arcas visuellen Ausdrucksformen wird der Körper als wandelbares Material behandelt. Der menschliche Körper, künstliche Objekte und digital verarbeitete Bilder überlagern sich und stehen in einem entsprechenden Zusammenhang mit akustischen Verzerrungen.

Körperdarstellungen weisen nicht auf feste Identitäten hin, sondern werden als sich ständig verändernde Strukturen präsentiert.


14. Strukturelle Merkmale, die beiden gemeinsam sind

FKA Twigs und Arca haben gemeinsam, dass sie so konzipiert sind, dass Ton und Video nicht getrennt werden können. Beide basieren auf der Prämisse eines umfassenden Präsentationsformats und nicht auf der Grundlage eines einzelnen Musikstücks.

Sie teilen auch die Einstellung, die innere Struktur der Popmusik zu verändern und gleichzeitig in ihrem Rahmen zu bleiben.


15. Unterschiede organisieren

FKA Twigs betont Räumlichkeit und eine feine akustische Platzierung und drückt Körperbeherrschung und Spannung aus. Arca hingegen rückt die übermäßige Verformung des Klangs und die Fließfähigkeit des Körperbildes in den Vordergrund.

Dieser Unterschied zeigt die Bandbreite des Ausdrucks innerhalb desselben Genres.


16. Genre-Strukturdiagramm

flowchart TD A["Electronic Pop"] --> B["Experimental Electronic Pop"] B --> C["Art Pop"] C --> D["FKA twigs"] C --> E["Arca"]

17. Chronologie

timeline 1970 : 電子楽器の普及 1990 : デジタル制作環境の一般化 2010 : 映像と音楽の統合的消費 2014 : FKA twigs 主要作品発表 2015 : Arca 名義作品の拡張

18. Bedeutung in der Neuzeit

Experimenteller elektronischer Pop/Art-Pop wird als Versuch positioniert, die Ausdrucksform selbst zu rekonstruieren und gleichzeitig die Hörbarkeit von Popmusik zu bewahren. In diesem Bereich ist Musik nicht auf eine Hörkunst beschränkt, sondern wird als komplexe Praxis entwickelt, die das Visuelle, Physische und Technologische umfasst.


19. Zusammenfassung

Bei diesem Genre handelt es sich nicht um einen festen Stil, sondern um eine Struktur, die sich je nach Produktionsumfeld und Mediensituation immer wieder verändert. FKA twigs und Arca sind klare Beispiele dieser Veränderlichkeit, die die Beziehung zwischen Musik, Bildern und dem Körper neu definieren.

Experimenteller elektronischer Pop/Art Pop ist ein Bereich, der weiterhin neue Ausdrucksformen innerhalb der Popmusik hervorbringen wird.


Monumental Movement Records

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