[Kolumne] Jungle / Drum & Bass Reconsidered: Neubewertung der von Städten und Technologie geschaffenen Musik

Column de Drum N Bass Electronic Jungle
[Kolumne] Jungle / Drum & Bass Reconsidered: Neubewertung der von Städten und Technologie geschaffenen Musik

Der Vorabend der Geburt des Dschungels – Anhäufung der Breakbeat-Kultur

Text: mmr|Thema: Eine facettenreiche Analyse, warum Jungle/Drum and Bass, das in den 1990er Jahren im städtischen Umfeld Londons entstand, nun neu bewertet wird, basierend ausschließlich auf den Fakten der Musiktechnologie, des sozialen Hintergrunds und des kulturellen Einflusses.

In Großbritannien entwickelten sich Anfang der 1990er Jahre parallel Breakbeats aus dem Hip-Hop, die Basskultur des Reggae/Dub und die schnellere Tanzmusik des Rave. Vor allem in London kreuzten sich Einwanderergemeinschaften und Jugendclubkultur eng, und musikalische Vermischungen waren an der Tagesordnung.

Standard-Breaks wie der Amen-Break und Funky Drummer, die seit den späten 1980er Jahren verwendet wurden, wurden mit der Verbreitung von Samplern und Akai-MPCs detaillierter rekonstruiert. Dadurch wurden nicht nur Loops, sondern geschnitzte und neu arrangierte Rhythmen zur Hauptfigur.

Jungle ist nicht plötzlich aufgetaucht, sondern hat sich im Laufe vieler Jahre der wachsenden Breakbeat-Kultur etabliert.


Der Name „Dschungel“ und die Entstehung der Anfangsszene

Das Wort „Dschungel“ soll aus dem Slang des Reggae und Dancehall stammen und wurde in seinen Anfängen auch als Ragga-Dschungel bezeichnet. Durch die Kombination von schnellen Beats, starkem Subbass und Geschrei und Anstoßen des MCs entstand eine Atmosphäre, die sich deutlich von der bestehenden Rave-Musik unterschied.

Von 1992 bis 1993 spielte der Londoner Radiosender Pirates eine Schlüsselrolle bei der Förderung dieses neuen Sounds. Musik, die nicht in den offiziellen Medien ausgestrahlt wurde, gelangte über Radiowellen in die lokale Gemeinschaft.

Jungle war sowohl ein Musikgenre als auch eine Kultur, die von inoffiziellen Medien gefördert wurde.


Änderungen an Drum and Bass und musikalischer Raffinesse

Mitte der 1990er Jahre wurde Jungle abstrakter und anspruchsvoller und der Name „Drum and Bass“ etablierte sich. Zusätzlich zu den Liedern mit starkem Raga-Einschlag ist die Anzahl instrumentaler Lieder gestiegen und der Grad der klanglichen Perfektion ist gestiegen.

Das Tempo war im Allgemeinen auf 160–175 BPM festgelegt, und während die Kick- und Snare-Platzierung organisiert war, waren die Hi-Hat- und Ghost-Noten extrem fragmentiert. Mit der Entwicklung der Studioproduktionsumgebungen wurde der Schwerpunkt auf Klangtrennung und räumlichen Ausdruck gelegt.

Drum’n’Bass wurde nicht als Negation des Dschungels etabliert, sondern als dessen innere Weiterentwicklung.


Differenzierung von Subgenres und Erweiterung von Szenen

Als Drum’n’Bass immer beliebter wurde, wurden mehrere Subgenres klarer. Hard Step, Tech Step, Intelligent, Liquid Funk usw. wurden unter Berücksichtigung unterschiedlicher Hörumgebungen entwickelt.

Es ist ein Beweis für die Flexibilität des Genres, dass es mit aggressiven Club-Songs und introspektiven Songs, die sich zum Hören zu Hause eignen, koexistieren konnte. Dadurch war Drum and Bass mehr als nur Musik für Tanzflächen.

Das Nebeneinander verschiedener Subgenres ist einer der Faktoren, die Drum’n’Bass so lange gemacht haben.


Technologische Entwicklung und Veränderungen in den Produktionsmethoden

Von Ende der 1990er bis in die 2000er Jahre wurden DAWs und Software-Sampler immer beliebter und die Produktionsumgebung veränderte sich erheblich. Die einst teure Hardware wird nach und nach veraltet und die Bearbeitungsgenauigkeit verbessert sich dramatisch.

Dennoch wurde die Musterkultur rund um das Amen Blake weiterhin vererbt, verarbeitet und neu interpretiert. Die extrem fein gehackten Breaks wurden zum Kern der für Drum and Bass typischen Spannung.

Fortschritte in der Technologie haben den Ausdruck verändert, aber die Essenz der Rhythmusbesessenheit ist gleich geblieben.


Vorübergehender Niedergang und Mainstreaming

Mitte der 2000er Jahre wurde Drum’n’Bass in die Pop- und Werbemusik integriert und manche hielten ihn für übertrieben. Gleichzeitig entstanden in der Clubszene andere Genres, deren Aufmerksamkeit relativ abnahm.

Allerdings verschwand das Genre selbst in dieser Zeit nicht und die Underground-Szene erlebte weiterhin Veröffentlichungen und Veranstaltungen. Tatsächlich hat der Mangel an äußerer Aufmerksamkeit in gewisser Weise zu einer Vertiefung der Introvertiertheit geführt.

Die grundlegende Stärke des Genres blieb in der Zeit erhalten, als es aus dem Rampenlicht verschwand.


Neubewertungsbewegungen seit den 2010er Jahren

In den 2010er Jahren begann Jungle/Drum and Bass wieder an Aufmerksamkeit zu gewinnen. Frühere Aufnahmen wurden neu aufgelegt, um jüngeren Generationen mehr Möglichkeiten zu geben, diese Musik in ihrem historischen Kontext zu erleben.

Mit der Verbreitung des Internets und der Verbreitungsplattformen ist es außerdem möglich geworden, Szenen szenenübergreifend zu referenzieren, ohne an einen Ort gebunden zu sein. Dies führte zu einer Neuinterpretation seiner frühen Werke.

Die Neubewertung war kein Ergebnis von Nostalgie, sondern eine zwangsläufige Folge der neuen Hörumgebung.


Einfluss auf zeitgenössische Musik

In der aktuellen elektronischen Musik, im Hip-Hop und in der experimentellen Musik gibt es viele rhythmische Strukturen, die deutliche Einflüsse aus dem Jungle/Drum’n’Bass aufweisen. Insbesondere der unregelmäßige, treibende Beat wurde genreübergreifend zitiert.

Dieser Einfluss ist oft eher struktureller als klanglicher Natur und erstreckt sich auf Neuinterpretationen von Breakbeats.

Jungle/Drum’n’Bass ist kein Genre der Vergangenheit, sondern lebt als Struktur weiter.


Chronologie

flowchart TB A[1980年代後半 ブレイクビーツ文化の形成] B[1992 ジャングルの成立] C[1994 ドラムンベース呼称の定着] D[1997 サブジャンルの分化] E[2000年代 メインストリーム化と沈静] F[2010年代 再評価と再発] A --> B --> C --> D --> E --> F

Wenn man sich die Chronologie anschaut, erkennt man, dass Jungle/Drum and Bass weiterhin existierte und zeitweise die Form wechselte.


Monumental Movement Records

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