[Kolumne] Experimentelle Hip-Hop-Instrumente

Column de Experimental Hiphop Instrumental
[Kolumne] Experimentelle Hip-Hop-Instrumente

Einleitung: Strukturelle Veränderungen durch das Fehlen von Rap

Text: mmr|Thema: Die Geschichte der Etablierung experimenteller Hip-Hop-Instrumentalmusik, der Produktionsprozess, Sampling-Techniken, Klangstruktur und die Produktionspraktiken von Knxwledge und Madlib.

Hip-Hop ist im Wesentlichen eine Kultur, in der sich der verbale Ausdruck des MC und die sich wiederholende Struktur des Beats ergänzen. Seit den 1990er-Jahren jedoch eigenständige Instrumentalwerke ohne Rap zu kursieren begannen, traten Beats als Thema und nicht als Begleitung in den Vordergrund. Insbesondere bei experimentellen Instrumenten ist keine homogene Beatstruktur oder ein Entwicklungsdesign für den Rap erforderlich, und Zeit, Textur und Fragmentierung werden zu den Hauptdesignzielen.

„Der Verzicht auf Wrap ist kein Versäumnis, sondern eine Erweiterung der Gestaltungsfreiheit.“


Terminologie: Experimentelle Hip-Hop-Instrumente

In diesem Artikel bezieht sich Experimental Hip Hop Instrumentals auf eine Gruppe von Instrumentals, die die folgenden Produktionsmerkmale aufweisen.

  • Obwohl die Taktstruktur auf dem 4/4-Takt basiert, ist die Wiederholungsperiode nicht definiert.
  • Samples werden nicht zur Identifizierung des Originalsongs verwendet, sondern als Materialien behandelt.
  • Der Produktionsprozess wird als Wert der Arbeit und nicht als Wert des fertigen Produkts dargestellt.

„Genrenamen sind keine Stile, sondern Haltungen.“


Technologische Vorgeschichte: Sampler und Einschränkungen

Als Geräte zur Aufnahme und Wiedergabe kurzer Audiofragmente wurden digitale Sampler eingeführt, die sich seit Ende der 1980er Jahre großer Beliebtheit erfreuten. Frühere Geräte hatten erhebliche Einschränkungen hinsichtlich der Speicherkapazität, der Abtastrate und der Polyphonie. Diese Einschränkungen verringerten nicht nur die Effizienz, sondern führten zwangsläufig auch zu einer Verschlechterung der Klangqualität und zu Verzerrungen.

„Einschränkungen etablieren sich als musikalische Individualität“


Von der Schleifenkultur zur Fragmentkultur

In der traditionellen Hip-Hop-Produktion waren Loops von zwei bis acht Takten die Grundeinheit eines Songs. Bei experimentellen Instrumenten ist diese Einheit extrem verkürzt und wiederholt und unterbricht Fragmente von weniger als einem Schlag, manchmal mehreren zehn Millisekunden. Dadurch wird vom Zuhörer verlangt, der Dichte der Veränderungen in der Akustik zu folgen, statt die Schläge zu zählen.

„Wiederholung ist nicht stabil, sondern fungiert als eine Reihe von Beschwerden“


Madlib-Produktionspraktiken


Madlibs Produktion zeichnet sich durch eine Improvisationsmethode aus, die sich auf Hardware-Sampler konzentriert. Bei der Produktion mit der SP-Serie hat die physische Manipulation Vorrang vor der visuellen Bearbeitung, sodass Sample-Verschiebungen und -Fluktuationen in der Musik erhalten bleiben.

  • Samples werden unter der Prämisse ausgewählt, den Originalklang zu bewahren.
  • Keine strikte Quantisierung
  • Erzeugen Sie eine große Anzahl von Schlägen, ohne die endgültige Form anzunehmen

„Die Anhäufung von Tagesproduktion statt Projekteinheiten“

flowchart LR A["音源取得"] --> B["最小編集"] B --> C["即興配置"] C --> D["短尺ビート"]

Knxwledge-Produktionspraktiken


Knxwledge basiert auf einer DAW und zeichnet sich durch extrem kurze Loops und isolierte Bearbeitung aus. Der Platzierungsvorgang auf der visuellen Zeitleiste dient dazu, das Taktgefühl von den Zahlen zu trennen.

  • Schleifeneinheit von mehreren Sekunden oder weniger *Rillenbildung durch manuelle Platzierung
  • Ausgabe ohne Schalldruckoptimierung

„Ein Gefühl der Unvollständigkeit ist kein Mangel, sondern eine abgeschlossene Form.“

flowchart LR A["デジタル音源"] --> B["細分化"] B --> C["非量子配置"] C --> D["断章化"]

Zerlegung der Probenahmetechniken

Die Probenahme in experimentellen Instrumenten dient eher dem Zweck der Transformation als der Zitierung oder Referenz. Die folgenden Prozesse werden häufig beobachtet:

  • Extraktion von Einzelgeräuschen, Umgebungsgeräuschen und Lärm
  • Verlust von Klangfarbeninformationen aufgrund von Tonhöhenänderungen
  • Rückwärtswiedergabe und sofortige Fade-Verarbeitung

„Samples sind akustische Substanzen, keine Symbole.“


Mix und Sounddesign

Beim Mischvorgang sind Dichte und Abstand wichtiger als Klarheit. Der untere Bereich ist nicht zu aufgeräumt und behält Verzerrung und Sättigung bei. Dadurch kann der Rhythmus als Masse und nicht als Punkt wahrgenommen werden.


Theorie zur Albumbearbeitung

Die Struktur, in der viele kurze Stücke hintereinander angeordnet sind, hat eher den Charakter eines Archivs als einer Liedersammlung. Stille und Lärm zwischen den Liedern dienen als redaktioneller Klebstoff.

„Ein Album ist kein fertiges Produkt, sondern ein Bündel von Produktionsspuren.“


Chronologie: Experimentelle Hip-Hop-Instrumente

  • 1990er Jahre: Unabhängiger Vertrieb von Instrumentalwerken
  • 2000er Jahre: Erhöhte Anzahl Sampler-basierter Beat-Sammlungen
  • 2010er Jahre: Verkürzung der digitalen Vertriebsprämisse
  • 2020er Jahre: Visualisierung des Produktionsprozesses

Schnittpunkt mit anderen Genres

Das experimentelle Instrumental wird durch die Anwesenheit eines Beats als Hip-Hop identifiziert und verbindet sich gleichzeitig mit Ambient, Noise und Jazz-Improvisation.


Hörumgebung

Eine Struktur, die eher auf intermittierende Wiedergabe als auf konzentriertes Zuhören ausgelegt ist, entspricht modernen Produktionsumgebungen. Die große Produktionsmenge setzt eher Koexistenz als Konsum voraus.


Fazit: Als Form unvollendet

Experimentelle Hip-Hop-Instrumentalmusik ist eine Musikform, bei der der Akt der Produktion wichtiger ist als Perfektion. Die Produktionspraktiken von Knxwledge und Madlib präsentieren Beats weiterhin als Gedankeneinheiten und nicht als Lieder.


Monumental Movement Records

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