[Kolumne] Die Geburt von Akai MPC und der Beat-Kultur: Wie Sampling das Zeitgefühl in der Musik verändert hat
Column de Akai HipHop MPC Sampling
Einleitung: Beats sind zu etwas geworden, das es zu „schlagen“ gilt
Text: mmr|Thema: „Zeit“ und „Physikalität“ neu definiert durch Sampling und Pad-Bedienung
In den späten 1980er Jahren begannen die Rhythmen, die zuvor dem Studio vorbehalten waren, in unsere Fingerspitzen einzudringen. Es handelt sich nicht um ein Keyboard oder eine Partitur, sondern um den physischen Akt, durch das Anschlagen Musik zu erzeugen. Im Mittelpunkt stand die MPC-Serie von Akai.
Diese Maschine ist nicht nur eine Drum-Maschine und auch nicht nur ein Sampler. Es war ein Gerät, das Geräusche zerhackte, sie neu ordnete und die Zeit selbst rekonstruierte.
Das Aufkommen von MPC brachte die Musikproduktion wieder zurück zur „Performance“.
Der Vorabend der Geburt von MPC: die Trennung zwischen Samplern und Drum Machines
In den 1980er Jahren gab es bereits Sampler. Aber sie waren teuer und kompliziert in der Bedienung. Bei Drum Machines hingegen ist die Eingabe von Rhythmen zwar möglich, das Klangmaterial ist jedoch festgelegt.
Es gibt jemanden, der diese beiden Funktionen integriert und in eine intuitiv nutzbare Form gebracht hat. Roger Linn. Zuvor hatte er mit dem LM-1 und der LinnDrum die Geschichte der Drum Machines verändert.
Sein Ziel war jedoch ein Gerät zur Erzeugung freierer Rhythmen.
Aus der Fusion von Sampler und Drum Machine entstand die Idee von MPC.
MPC60: Der Beginn einer Revolution
1988 wurde der Akai MPC60 geboren. Dieses Gerät hatte die folgenden Eigenschaften:
- Tasteneingabe über Pad
- Sampling-Funktion
- Sequenzer-Integration
- Schwenk-(Nuten-)Einstellfunktion
Besonders wichtig ist der „Swing“. Anstelle eines vollkommen gleichmäßigen Rhythmus erzeugt eine leichte Abweichung einen menschenähnlichen Groove. Mit dieser Funktion ist der MPC nicht nur ein Werkzeug zum Fahren, sondern ein Gerät, das einen „Kleber“ erzeugt.
Der MPC60 hat die „menschliche Fluktuation“ wieder in den Takt gebracht.
Fusion mit Hip-Hop: Erweiterung der Sampling-Kultur
Vor allem in der Hip-Hop-Szene erfreute sich MPC explosionsartiger Beliebtheit. Dies lag daran, dass es perfekt zur Kultur passte, Klänge aus vorhandenen Schallplatten herauszuschneiden und sie in einem neuen Kontext zu rekonstruieren.
Wenn man beispielsweise einen Funk- oder Soul-Drum-Break zerhackt und neu arrangiert, entsteht ein völlig neuer Beat. Bei diesem Gesetz handelt es sich nicht nur um eine Kopie, sondern um eine „Rekonstruktion“.
Wichtig hierbei ist das Zeitmanagement. MPC behandelt Ton als „Material“ und durch Neuanordnung kann die Zeitachse selbst bearbeitet werden.
Das Sampling wurde eher zu einem Akt der Neuerfindung als zum Zitieren der Vergangenheit.
MPC2000 und höher: Etablierung von Standards
1997 wurde der Akai MPC2000 eingeführt und MPC erfreute sich noch größerer Beliebtheit. Die Preise sind gesunken und mehr Künstler haben Zugang dazu.
In dieser Zeit wurde MPC zu mehr als nur einem Gerät; es wurde ein Stil.
- Fingertrommeln
- Echtzeitleistung
- Probenbasierte Zusammensetzung
All dies sind Kulturen, die aus der Schnittstelle namens MPC hervorgegangen sind.
MPC hat sich von der Ausrüstung zur Kultur entwickelt.
Körperlichkeit des Beatmachens
Die wichtigste Innovation von MPC liegt in seiner „Körperlichkeit“. Rhythmen werden durch das Anschlagen von Pads und nicht von Tasten erzeugt.
Dies veränderte die Musikproduktion.
*Visuell → Taktil
- Notation → Körpergedächtnis
- Präzision → Groove
Mit anderen Worten, MPC förderte einen Wandel von „Musik, die zum Nachdenken anregt“ hin zu „Musik, die Gefühle hervorruft“.
Beats sind nicht mehr etwas, das man entwirft, sondern etwas, das man mit dem Körper formt.
Das digitale Zeitalter und MPC neu definieren
Seit den 2000er Jahren ist die Musikproduktion mit der Verbreitung von DAWs vollständig digital geworden. Aber MPC ist nicht verschwunden. Vielmehr hat es sich weiterentwickelt.
*Softwareversion MPC
- DAW-Integration
- Rückgabe der Einzelmaschine
MPC Software hat sich an moderne Produktionsumgebungen angepasst und gleichzeitig die traditionelle Bedienbarkeit beibehalten.
MPC behält seine Kernerfahrung bei und passt sich gleichzeitig der Zeit an.
Chronologie: Entwicklung der MPC- und Beat-Kultur
Die Geschichte von MPC ist auch die Entwicklung der Beat-Kultur.
MPC Sample: Sampling in der Neuzeit neu interpretieren
Moderne MPC-Samples ermöglichen es, Sampling in einer Umgebung durchzuführen, die frei von bisherigen Hardware-Einschränkungen ist.
Aber das Wesentliche hat sich nicht geändert.
*Schalten Sie den Ton aus
- Umzug
- Neue Zeit schaffen
Dieser Prozess ist der Kern von MPC und wurde über die Jahrhunderte hinweg beibehalten.
Auch wenn sich die Technologie ändert, bleibt das Wesentliche beim Sampling dasselbe.
Warum wird MPC immer noch verwendet?
Während viele Ausrüstungsgegenstände im Laufe der Zeit verschwunden sind, hat MPC überlebt. Der Grund ist klar.
Das liegt daran, dass es „Erfahrung“ gibt.
- Klopfgefühl
- Falscher Rhythmus
- Improvisation
Dabei handelt es sich nicht nur um Funktionen, sondern um sinnliche Werte in der Musikproduktion.
MPC wird als Erlebnis und nicht als Feature ausgewählt.
Fazit: Was MPC geändert hat
MPC veränderte nicht nur die Art und Weise, wie Musik produziert wurde, sondern auch die Struktur der Musik selbst.
- Die Idee, Zeit zu verkürzen
- Der Akt, mit dem Körper Beats zu machen
- Eine Kultur, die die Klänge der Vergangenheit in die Zukunft verlagert
All dies begann mit MPC.
MPC ist keine Maschine, die Klang erzeugt, sondern ein Gerät, das die Zeit rekonstruiert.